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Die Gründung der SR- Gruppe Backnang
kann heute nicht mehr auf den Tag genau bestimmt werden. An einem
Sonntag im März 1947 trafen sich in der Gaststätte
„ Waldhorn “ in Backnang die Schiedsrichter Eugen-
und Wilhelm Strässer sowie Karl Ehinger, die damals ( in der
Gruppe Stuttgart ) schon Spiele in höheren Ligen leiteten.
Ihnen kam der Gedanke im Kreis Backnang eine eigene
SR- Gruppe zu
gründen.
Nach langer Debatte erklärte sich
dann Kamerad Ehinger bereit, sich der Sache anzunehmen und der Gruppe
als Obmann vorzustehen. Im Mai 1947 traf man sich in Winnenden mit 24
anderen Kameraden in einer Gaststätte. Bei der ersten
Versammlung wurde beschlossen sich mehrmals im Jahr zu treffen und zwar
abwechselnd in Gaildorf, Spiegelberg, Backnang, Sulzbach an der Murr
und Unterweissach.
Zu dieser neu gegründeten Gruppe
gehörte damals auch Waiblingen. Die Spieleinteilung wurde von
Backnang übernommen. 1949 bei der Hauptversammlung unter der
Leitung von Karl Hirsch aus Stuttgart, wurde Waiblingen als Untergruppe
mit 7 eigenen Schiedsrichtern und Ernst Strähle als Obmann
gegründet. Obmann Ehinger der Gruppe
Backnang musste im Jahr 1950 aus gesundheitlichen Gründen
seine aktive Tätigkeit niederlegen. Während der
Interimszeit übernahm Otto Wagenschwanz die Führung
der SR-Gruppe, bis er den Kameraden Eugen Binder überzeugen
konnte das Amt des Obmanns 1951 zu übernehmen.
Im Jahr 1954 begann die 30 jährige
Amtszeit von Albert Keit als Obmann der Gruppe Backnang. Nach seiner
Wahl berief er Otto Wagenschwanz, Karl Beaussencourt und Walter
Grün in den Ausschuss, um mit ihnen die Gruppe zu lenken.
1954 gehörten ca.
25 Schiedsrichter der Gruppe an. 1963 waren bereits doppelt so viele
Kameraden an der Pfeife. Der Aufwärtstrend der SR- Gruppe lag
1972 bei ca. 120 Schiedsrichtern und 1984 bereits bei ca. 150
Kameraden. Seit dieser Zeit konnte die Zahl der SR, bis auf wenige
Schwankungen, stetig gehalten werden.
Albert Keit war als Obmann eine
Persönlichkeit die es verstand sich durchzusetzen. Er hatte
für viele eine rauhe Schale, jedoch war er ausgeprägt
mit einem großen Maß an Korrektheit. Ein gewisses
Maß an Strenge und Unantastbarkeit zeichnete seinen Stil aus.
Die Disziplin in der Gruppe führte dazu, dass die Schulungen
und Leistungsprüfungen gut besucht waren. Die Schulungen
wurden im Gasthof „ Rittberger “ in Murrhardt und
später im Vereinsheim der TSG Backnang
abgehalten. In den 80er
Jahren wurden beim VfR Murrhardt und der TSG Backnang die Schulungen
abwechselnd durchgeführt. Wobei hierbei die kameradschaftliche
Seite nie zu kurz kam. Bei der Wahl des Obmann‘s im Jahr 1981
gab es mit Heinz Fehr zum ersten Mal einen Gegenkandidaten. Die Wahl
fiel mit knapper Mehrheit zu Gunsten von Albert Keit aus.
1985 beschloss man die Schulungen im
Vereinsheim der SG Oppenweiler- Strümpfelbach abzuhalten. Als
2000 das Vereinsheim verpachtet und umgebaut wurde, musste eine neues
Zuhause gefunden werden. Im Vereinsheim des SV Steinbach werden seither
die Lehrabende abgehalten.
Als 1976 die Kreisreform aus der Taufe
gehoben wurde, bedeutete dies, dass fortan ein Bezirks-
Schiedsrichterobmann zu wählen war. Dieses Amt
führten zeitweilig Albert Keit und Peter Fess. 1984 vollzog
sich ein Wechsel beim Amt des Obmannes nach 30 Jahren, mit der Wahl von
Gerhard Klaiber zum neuen Obmann der SR- Gruppe Backnang. Albert Keit
blieb bis zu seinem Tod am 05.10.1989 als Jugendeinteiler im Ausschluss
tätig.
Gerhard Klaiber läutete eine neue
Zeitepoche in der SR- Gruppe Backnang ein. Zahlreiche Neuerungen
zeigten schon recht frühzeitig ihre Wirkung. So gelang
während seiner Amtszeit 13 SR den Sprung auf die
Verbandsliste. Durch diese Leistungen befindet sich die Gruppe Backnang
im Verbandsgebiet bis heute mit an der Spitze der einzelnen Gruppen.
1987 führte Gerhard Klaiber ebenfalls das
Schiedsrichtertraining ein. Dieses Training findet bis heute jeden
Mittwoch auf dem Sportgelände der SG Oppenweiler-
Strümpfelbach statt. Nach seiner Wiederwahl 1993 setzte
Gerhard Klaiber durch, dass der Ausschuss um eine Person erweitert
wurde, denn schon recht frühzeitig hatte er erkannt, dass
vermehrt im Bereich der Jungschiedsrichter zusätzliche und
gezielte Aufgaben sowie das Aufzeigen von Perspektiven angegangen
werden musste. 1986 kann als Gründungsjahr der
Jungschiedsrichtergruppe angesehen werden. Die Leitung dieser Gruppe
übernahm zunächst Manfred Bulling vom Ausschuss der
SR-Gruppe.
Dass die
Geselligkeit bei den Schiedsrichtern dazugehört bzw. nicht zu
kurz kommt, zeigen die vielen Ausflüge, Jahresfeiern usw. die
jeweils mit einem regen Zuspruch verbunden sind. Nach dem Tod von
Ehrenobmann Albert Keit entschloss man sich ein Hallenturnier
für Schiedsrichter auszutragen. So wurde das Albert Keit
Gedächtnis Turnier ins Leben gerufen. Das Turnier fand
jährlich zuerst in Murrhardt und später in Gaildorf
statt. Da die Teilnahme der einzelnen Gruppen immer schwieriger wurde,
hat man sich entschlossen ein eigenes Hallenturnier für aktive
Mannschaften auszurichten. Seit 2001 wird Anfang des Jahres ein Turnier
in Oberbrüden abgehalten.
Dass die
Schiedsrichter außer pfeifen auch Schi fahren
können, beweisen sie seit 1989. Alle zwei Jahre findet eine
Schi- Ausfahrt zur Allmersbacher Hütte statt. Hierzu gesellen
sich auch Schiedsrichter aus befreundeten Gruppen. Um immer auf dem
aktuellsten Stand der Dinge zu sein, wurde 1994 die Entwicklung einer
SR- Zeitung angegangen. Bis heute werden regelmäßig
Auflagen mit allerlei Unterhaltsamem, Erlebnisse, Änderungen,
Termine usw. erstellt und verteilt.
Als Gerhard Klaiber Ende 1995 in den VSRA
berufen wurde, brauchte die SR- Gruppe
Backnang einen neuen Obmann.
So kam es, dass Lothar Fink der zuvor bereits im Ausschuss
tätig war, am 01.01.1996 die Amtsgeschäfte
kommissarisch übernahm bis er dann am 30.09.1996 zum Obmann
gewählt wurde. In diese Amtszeit viel auch das 50
jährige Jubiläum der Schiedsrichtergruppe Backnang.
Diese Veranstaltung wurde im Blockhaus am Sportgelände
Fautenhau mit zahlreichen Gästen gebührend gefeiert.
Die Aktivitäten der SR- Gruppe Backnang fanden in der Amtszeit
von Lothar Fink weiteren Aufschwung. So konnten weitere Schiedsrichter
den Sprung auf die Verbandsliste verzeichnen bzw. sich
weiter voran bringen und in
höhere Klassen aufsteigen.
Leider
zwangen Lothar Fink berufliche und private Gründe, dass er
seine Amtsgeschäfte von Külsheim aus steuern musste.
Dies war auch der Anlass 2003 bei der Hauptversammlung nicht
für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. So wurde bei der Hautversammlung Peter
Röhrle, der bereits zuvor seit 1996 im Ausschluss
tätig war, als Nachfolger von Lothar Fink zum Obmann
gewählt.
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